A Time 2 Love

Stevie Wonder


Für all jene, die Stevie Wonder nur als "Happy Birthday"-Gratulanten von Mutters funky Geburtstagsfeier kennen, sei kurz angemerkt, dass es sich hier grundsätzlich um einen unantastbaren, großen, weisen Mann handelt, der in den Siebzigerjahren für einige der schönsten Platten nicht nur im Soulbereich, sondern von überhaupt verantwortlich zeichnete, sich dabei kompositorisch jedoch leider früh ausgepowert haben dürfte. Von seinen Achtziger-Verirrungen hat sich Wonder auf diesem ersten Album seit zehn Jahren zwar erholt, so recht will es aber doch nicht zünden. Manches geht ans Herz, und der Funk-Kracher "So What the Fuss" mit Prince macht zucken, doch der Großteil des mit 78 Minuten heillos überdimensionierten "A Time 2 Love" ist von eher mäßiger Inspiration - weder auf der Höhe der Zeit noch annähernd auf dem Niveau der alten Tage. Wirklich schade.

Sebastian Fasthuber in FALTER 43/2005



ANZEIGE


FALTER abonnieren
×