Formalismus. Moderne Kunst, heute

Yilmaz Dziewior


Je wichtiger der Inhalt, desto unwichtiger die Form. Die Ausstellung "Formalismus. Moderne Kunst, heute" widerspricht dieser Ansicht, die politisch engagierte Kunst bisweilen zum Ausdruck bringt. Dennoch stehen 23 versammelte Positionen einer jüngeren Generation keineswegs für ein formales Denken, das aus dem Elfenbeinturm gegen den "Inhaltismus" argumentiert. Vielmehr wird anhand der Arbeiten von Florian Pumhösl, Michael Krebber, Carol Bove, Michaela Meise u.a. bewiesen, dass gesellschaftskritische Inhalte und ästhetische Autonomie einander nicht notwendigerweise ausschließen. Die seit der Moderne virulente Frage nach Autonomie der Kunst findet hier eine spannende Neuauflage.

Nicole Scheyerer in FALTER 21/2005



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