Covering the Real. Kunst und Pressebild von Warhol bis Tillmans

Hartwig Fischer


Pressebilder haben eine enorme Bedeutung in der zeitgenössischen Kunst: Die neue figurative Malerei verwendet Sujets aus den Medien ebenso, wie sich kritische Gegenwartskunst an der Bilpropaganda reibt. Nach den Anfängen im Dadismus wurden in den Sechzigerjahren Printmedien und Fernseher zur unumgänglichen künstlerischen Herausforderung. Der wuchtige Katalog der Ausstellung "Covering the Real" startet mit Andy Warhols Bildzyklus über Jackie Kennedy von 1964 und arbeitet sich durch konzeptuelle Ansätze der Siebziger (u.a. Allan Kaprow, Martha Rosler) zu den Demo-Fotos von Allan Sekula und Wolfgang Tillmans Porträts von Soldaten. Die begleitenden Texte geben viel her in Bezug auf die bildanalytische Frage, was mit einem Pressefoto geschieht, wenn es aus seinem Kontext gelöst wird.

Nicole Scheyerer in FALTER 19/2005



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