Tagebuch eines schlimmen Jahres

J.M. Coetzee, Reinhild Böhnke


Der Literaturnobelpreisträger wartet in seinem jüngsten Buch nicht mit einer und auch nicht mit zwei, sondern gleich mit drei Textebenen auf. Einen Teil bilden Essays zur Weltlage, geschrieben von einem gewissen J. C., in einem zweiten erzählt dieser, wie er die schöne, junge Anya als Sekretärin für sich gewinnt (und wie er von mehr träumt), der dritte wird aus Anyas Sicht geschildert. Man muss Coetzee zugutehalten, dass seine Altherrenerotik zärtlich und verhältnismäßig subtil dahergestelztkommt. Den Schnickschnack drumrum und die (absichtlich?) banalen Essays hätte er sich aber sparen können.

Sebastian Fasthuber in FALTER 31/2008



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