Franz Kafka – Visionär der Moderne

Marie Haller-Nevermann


Kafkas Werk sei so modern geblieben, weil es das Ungesicherte "in den winzigsten Dingen" aufspüre, sagt Sibylle Lewitscharoff in einem Gespräch, das diesen Band "Franz Kafka – Visionär der Moderne" abschließt, der in Folge eines Kolloquiums im Jahr 2005 entstand. Es geht um die Rezeptionsgeschichte in verschiedenen Ländern, die Tagebücher im Kontext der Gattung oder darum, wie Kafka seine Figuren so stark dekonstruiert, dass von tradierten Heldenbildern nicht viel übrig bleibt. Ein akademisch spröder Band, der aber in winzigen Dingen dem Ungesicherten in Kafkas Werk nachspürt.

Ulrich Rüdenauer in FALTER 27/2008



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