Wir fliegen. Erzählungen

Peter Stamm


Keiner macht den Raymond Carver so gut wie Peter Stamm. Seine zarten, fettlosen Geschichten sind Miniaturen des Schmerzes und handeln von Figuren, denen fast zu helfen wäre. In manchen der zwölf Erzählungen versucht der 45-jährige Schweizer einen neuen Ton zu entwickeln – mit mäßigem Erfolg. Die Geschichte um eine "jungfräuliche" Geburt gerät allzu schwülstig. Hier wird die Grenze der sensiblen Andeutung, an der Stamm souverän entlangspaziert, überschritten. Gleichwohl finden sich in "Wir fliegen" etliche Texte, die eine berührende Atmosphäre schaffen und den trostfreien Alltag traurig feiern.

Ulrich Rüdenauer in FALTER 26/2008



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