Feynman-Vorlesungen über Physik. Mechanik, Strahlung, Wärme; Elektromagnetismus und Struktur...

Richard P. Feynman, Robert B. Leighton, Matthew Sands


Popstar wird man als Physiker nicht so schnell, aber Richard P. Feynman war ohne Zweifel einer. Der Nobelpreisträger des Jahres 1965 wurde durch seine launige Autobiografie "Sie belieben wohl zu scherzen, Mr. Feynman!" und seinen darin preisgegebenen unkonventionellen Lebensstil berühmt – Bongo-Trommeln, Stripteasebars und Safeknacken gehörten zu seinen liebsten Freizeitbeschäftigungen, daneben blieb noch Zeit für Vorträge, die er mit Verve und Körpereinsatz betrieb. Die New York Times kommentierte: Eine "unmögliche Kombination aus einem theoretischen Physiker und einem Jahrmarkt-Schreier".
Wenn Feynman über Physik sprach, dann fesselte er seine Zuhörer durch die Gabe, Kompliziertes anschaulich zu erklären. Das gilt besonders für eine Einführungsvorlesung, die er in den Sechzigerjahren am California Institute of Technology hielt. Die vergriffene Abschrift der "Feynman-Vorlesung über Physik" wurde nun neuaufgelegt, im neuen Vorwort sind auch ein paar Stimmen von ehemaligen Studenten abgedruckt. Etwa: "Die Erfahrung meines Lebens." Oder: "Es war, als ginge man in die Kirche." Da verwundert es nicht, wenn manche Physiker die Feynman-Vorlesungen gar wie die Bibel zitieren: "Buch II, Kapitel 5, Vers 10." Einzig Feynmans dritte Frau sah die Sache ein wenig nüchterner. Als ihr Gatte von einem Magazin zum "intelligentesten Mann der Welt" gewählt wurde, meinte sie: "Wenn das der klügste Mann der Welt ist, dann helfe uns Gott.

Robert Czepel in FALTER 10/2008



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