Der Justizmord an Anna Göldi

Walter Hauser


Am 13. Juni 1782 wurde die Magd Anna Göldi im Alter von 48 Jahren in Glarus in der Schweiz enthauptet. Laut Anklage hat sie die Tochter ihres Dienstgebers Johann Jakob Tschudi vergiftet. Sie wird des Schadenzaubers und der Hexerei schuldig gesprochen. Rund um die im Wortlaut wiedergegebenen Folterprotokolle versucht Walter Hauser, den letzten europäischen Hexenprozess als Justizmord zu entlarven. Wie eine korrupte Justiz den tradierten Verbrecherinnentypus der Hexe verwendete, um eine unschuldige Frau aufs Schafott zu bringen, ist noch heute beklemmend zu lesen.

Sonja Herzog-Gutsch in FALTER 34/2007



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