Anleitung zum Männlichsein


Früher war es einfach: Mann verstand Frau und tat, was sie (scheinbar) wollte. Das gilt heute unter Frauen als langweilig. Auch Machos wollen sie nicht wieder zurück. Was wollen sie dann? Wichtiger: Wie wollen wir Männer sein? Die Brüder Andreas und Stephan Lebert finden einige verblüffende Antworten.
Zunächst einmal blenden sie Frauen aus (vor allem die Mütter!): Wehe, wir wollen ihren Beifall, "das ist eine Falle, in der Männer alles verlieren, was sie ausmacht". Zum Männlichsein gehört zum Beispiel, sich zu seiner Vergangenheit zu bekennen. Oder: "Grenzen setzen", es nicht jedem und jeder Recht machen wollen. Manchmal auch einfach tun, was das Bauchgefühl verlangt. Bedenkenträger sind unsexy. Beim Sex gibt es nach Lebert/Lebert für Männer (und Frauen) nur ein Gesetz: die eigene Lust. Auch hier gilt: nicht auf den Applaus der Frau warten.
Sie plädieren für einen mutigeren Mann, der Fehler riskiert, Entscheidungen trifft, Verantwortung übernimmt, zu dem steht, was er sagt – vor allem in einer zunehmend "verweiblichten Gesellschaft". Ganz oben säßen noch immer Männer. Aber welche Frau wolle da schon hin? "Der Markt ist ein Feminist." Denn nur Frauen wissen, was sie wollen, und können das auch formulieren. Das sollen die Männer (wieder) lernen, damit sie einen eigenen Stil und einen eigenen Plan entwickeln. Dieses Buch sollte man gemeinsam mit seiner Partnerin lesen. Ich habe es getan. Es hat unsere Beziehung belebt.

Thomas Askan Vierich in FALTER 29/2007



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