Der Himmel ist blau. Ich auch.

Walter Rufer


München, um das Jahr 1960. Der aus Zürich stammende Walter Rufer streift durch die Straßen, zieht durch die Wirtschaften, trägt sein letztes Hemd zum Pfandleiher - lebt das Leben des armen Poeten bis zum Exzess. Die "Schwabinger Tagebücher" des früh verstorbenen Rufer sind keine Sensation, aber ein schönes Fundstück, das ein Loblied auf das ausgiebige Lumpen singt und das Nichtstun literarisch untermauert: "Am frühen Morgen Blut gespendet, / die erste Seite eines Bestsellers beendet, / und weil sich die Jahreszeit gewendet, / anschließend den Wintermantel verpfändet."

Sebastian Fasthuber in FALTER 19/2007



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