Leon und der Champion-Chip

Allen Kurzweil, Klaus Fritz


Bitte erzähl mir eine Gute-Nacht-Geschichte! Oft genug sind es genau diese Geschichten, die zu Klassikern der Kinder- und Jugendliteratur werden. Da wollte Astrid Lindgren ihrer kranken Tochter eine Freude machen und erfand Pipi Langstrumpf. Und A. A. Milne erzählte zuerst seinem kleinen Sohn von Kröte und Ratte und ihren Abenteuern in "Der Wind in den Weiden". Allen Kurzweil stand also in bester Tradition, als er sich entschloss für seinen Sohn Max eine Trilogie rund um den sympathischen, cleveren und etwas tollpatschigen Leon zu schreiben. Mit "Leon und der Champion-Chip" liegt nun nach "Leon mit den linken Händen" schon der zweite Band dieser Reihe vor.
Wer beim Titel an Computerchips denkt, irrt: nicht Microsoft, sondern Kellys lautet die Devise. Leon liebt Kartoffelchips, wohnt im "Trimore Towers", einem Einstern-Hotel mit sechs Stockwerken in Hochzeitskuchenform und hat in dem haitianischen Taxilenker Napoleon einen treuen Freund, der ihn morgens zur Schule fährt. Dort hat er mit seinem Erzfeind Henry "the Pumpkin" Lumpkin zu kämpfen. Der heißt nicht nur wie ein Wrestler, er schaut auch so aus und benimmt sich so. Da hilft nur noch eines: Voodoo! Mit Hilfe einer Stoffpuppe und einem Elixier aus Lehrerspucke. Schwirrt Ihnen schon der Kopf? Dann schnallen Sie sich an, es wird eine wilde Fahrt, Zutritt für Kinder ab 9 Jahren. Straffer Erzählfaden, witzige Dialoge, fantasievolle Illustrationen und jede Menge unerwarteter Wendungen. Es kann los gehen, denn fest steht: Leon bringt Knistern ins Leben!

Sonja Herzog-Gutsch in FALTER 40/2006



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