Warum Katzen immer auf die Pfoten fallen. Physikalische Rätsel und Paradoxien

Christopher P. Jargodzki, Franklin Potter, Michael Schmidt


Was haben die folgenden drei Sätze gemeinsam, außer dass sie mit "Warum" beginnen? "Warum der Toast immer auf die Butterseite fällt und auch sonst alles schief geht", "Warum Katzen immer auf die Pfoten fallen" und "Warum Hühner nicht auf Pink Floyd stehen". Richtig: Es sind die Titel von aktuellen populärwissenschaftlichen Buchneuerscheinungen. (Warum solche Bände so oft "warum" im Titel tragen müssen, bleibt in den klugen Büchern übrigens unbeantwortet.)

Das Toast-Warum dreht sich vor allem um die menschliche Wahrnehmung unter besonderer Berücksichtigung von Murphys Gesetz (also warum immer alles schief geht), steckt voll von gut ausgesuchten Merksprüchen und ist ziemlich witzig. Schließlich stammt es vom Spitting-Image-Miterfinder Richard Robinson, der seit sieben Jahren eine eigene Science-Show betreibt. Das Katzen-Warum enthält insgesamt 177 "Physikalische Rätsel und Paradoxien", die einigermaßen lehrreich und mitunter ganz schön überraschend aufgelöst werden.

Das Hühner-Warum hat Karl Kruszelnicki verfasst, einer der begnadetsten Wissenschaftsvermittler der Gegenwart. "Dr. Karls neue Geschichten der Wissenschaft" sind zumeist ziemlich erstaunlich - auch wenn er in dem konkreten Fall zu viel verspricht: Dr. Karl zitiert nämlich bloß eine Studie des Psychobiologen Jaak Panksepp (ja, diesen Forscher gibt es wirklich), der beobachtet hat, dass sich das Gefieder von Hühnern merklich sträubte, als man ihnen "The Final Cut" von Pink Floyd vorspielte. Warum aber genau das Geflügel auf britischen Prog-Rock so negativ reagierte (bei leiser Musik legt es angeblich sogar an Gewicht zu und ist zufrieden), bleibt leider unbeantwortet. Meine ganz persönlichen Vermutungen: a) Hühner sind einfach dämlich. Oder b) die Studienobjekte waren des Englischen mächtig und haben nur den Plattentitel falsch verstanden.

Klaus Taschwer in FALTER 14/2006



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