Andrea Zittel. Critical Space

Paola Morsiani, Trevor Smith


Am Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn entwarf Andrea Zittel Möbel für ihre eigenen beengten Wohnverhältnisse in New York. Dabei entdeckte sie ihr Interesse für Organisationssysteme und Module der Strukturierung des Alltags im Raum. Mit den "living units" entstanden zunächst kleine kompakte Einheiten, die in ihrer rationellen Form an Entwürfe des Bauhauses oder der Architektin Margarete Schütte-Lihotzky denken ließen. Zittels sympatische Wohneinheiten weisen aber stets einen ästhetischen Mehrwert auf, der sie von sozialreformerischen Ansätzen deutlich abgrenzt. Unter dem Label "A-Z Administrative Services" hat Zittel mittlerweile Kunst-Gebrauchsgegenstände von der Kochschürze bis zur schwimmenden Insel entworfen. Ein neuer Katalog verschafft Überblick über das spannende Wer der Amerikanerin.

Nicole Scheyerer in FALTER 49/2005



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