„Diese Museumssucht ist uns zu viel“

Clemens Wenger über neuen und alten Jazz und das Jazzwerkstatt-Festival "before we die"

FALTER:WOCHE | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 36/18   

Foto: Astrid Knie

Im Jahr 2004 fand sich eine Gruppe lokaler Musiker zur Initiative Jazzwerkstatt Wien zusammen. Das Ziel war, eine professionelle Plattform für junge Jazz-Cracks zu schaffen. Das Kollektiv ist seither gewachsen und hat vieles erreicht, dennoch ist es immer noch jung, wild und hungrig, wie der Pianist Clemens Wenger im Interview zur Konzertreihe before we die verrät, die von 7. bis 23. September an unterschiedlichen Spielorten Wiens stattfindet – los geht es am Freitag im Porgy & Bess.

Falter: Welche Idee steht hinter dem Festival before we die?

Clemens Wenger: In Wien kann man als Künstler schon hasenherzig werden, wenn man den Musiker-Statuen ins Gesicht schaut. Diese Museumssucht und Anziehungskraft von allem Nicht-Lebendigen auf die Wiener Kuratoren ist uns zu viel. Bei uns darf ausschließlich Neues und Eigenes gespielt werden. Keine Covers, keine Bearbeitungen, keine Klassiker. Stilistisch ist das offen, irgendjemand aus unserem Kollektiv muss dafür geradestehen und einen Act interessant finden, so kommen unsere Festivals zustande.

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