„Schweigen kann hilfreich sein“

Die Silberstein-Affäre kostete die SPÖ Stimmen, Donald Trump überlebt Skandal für Skandal. Warum?

MEDIEN | ANNA GOLDENBERG | aus FALTER 35/18   

Foto: BRENDAN SMIALOWSKI, MANDEL NGAN / AFP / picturedesk.com

Christian von Sikorski interessiert sich für Politik, wenn sie nicht funktioniert. Der 38-Jährige forscht über politische Skandale, wie diese in Medien behandelt werden und welche Auswirkungen öffentliche Fehltritte auf das Wahlverhalten haben. Mit dem Falter sprach er über neue Erkenntnisse zur Silberstein-Affäre und die Macht der Bilder.

Falter: Dass der russische Präsident Wladimir Putin Gast bei der Hochzeit unserer Außenministerin war, haben viele Medien verurteilt, andere nicht. Wie definiert die Wissenschaft eigentlich einen Skandal?

Christian von Sikorski: Normüberschreitungen passieren im Alltag ständig. Sie werden zu Skandalen, wenn mindestens zwei unabhängige Medienorganisationen wiederholt darüber berichten und das angeprangerte Verhalten vom überwiegenden Teil der Medien verurteilt wird. Wenn sie es nicht tun, wenn einige Medien das Verhalten bis zu einem gewissen Grad verstehen können, spricht man von einem publizistischen Konflikt.

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