Schulen der Gefühle

Auch die Wiener Mittelschicht entdeckt den Reiz der Privatschulen. Jedes fünfte Kind verlässt das öffentliche Schulsystem. Warum? Eine Spurensuche in einer alternativen und in einer katholischen Einrichtung

POLITIK | NINA BRNADA | aus FALTER 24/18   

Foto: Katharina Gossow

Das Sacré Coeur ist ein bisschen Harry Potter am Wiener Rennweg. Erdfarbene Gemäuer und blaue Schuluniformen, Zinnen und Talare, Statuen und Halbwüchsige. Draußen, entlang der Schulgemäuer, bimmelt die Straßenbahnlinie 71 zwischen Autos und Fußgängern, hier drinnen aber ist lediglich Vogelgezwitscher in Baumkronen zu hören. An den Wänden der Gänge prangen Gemälde von Ordensschwestern in hochgeschlossenen Gewändern, Bilder vom lachenden Papst Franziskus und einem andächtigen Kardinal Schönborn. In den Klassen hängt Tafel neben Kreuz – das Sacré Coeur ist eine Schule althergebrachten Typs, ausgerichtet auf klassischen Frontalunterricht. Mit 1000 Elevinnen und Eleven in Volksschule und Gymnasium ist diese katholische Einrichtung eine der größten und ältesten Privatschulen Wiens.

Dass in Stadt und Land immer weniger Katholiken leben, schadet dem Sacré Coeur nicht im Geringsten. Dieser Tage feiert es sein 150-jähriges Bestehen, aber so großen Zulauf wie heute hatte es noch nie.

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