Rudelbildung im Schanigarten

Die Weltmeisterschaft beginnt, die ganze Stadt ist voll mit Public Viewings. Welches ist das richtige für mich?

LUKAS MATZINGER | aus FALTER 24/18   

Foto: Julia Fuchs

Sie werden dieser Fußball-WM nicht entkommen. Obwohl das österreichische Team nicht mitspielen darf und egal wie behütet ihre Wohngegend sein mag: Zwischen 14. Juni und 15. Juli werden in russischen Stadien 64 Fußballspiele an- und abgepfiffen und Sie werden das bis nach Wien zu spüren bekommen.

Ihnen werden Menschen mit bemalten Wangen begegnen, in der Büroküche werden Sie Nachbesprechungen beiwohnen und auf dem Heimweg werden Ihnen aus der Tür des Wettcafés Tippscheine entgegenkugeln. Ganz nach dem Geschmack der Fifa ist die Fußballweltmeisterschaft zu einem weltweit verfolgten und vermarkteten Event geworden.

Ein Auswuchs dieser Entwicklung heißt Public Viewing. Weil sich der Mensch gerne mit Artgenossen umgibt (wobei public viewing im Englischen so viel wie öffentliche Aufbahrung bedeutet), hat sich das Prinzip des konzertierten Fußballschauens im Lauf der vergangenen Turniere verselbstständigt. Beim Rudelschauen entsteht Gemeinschaftsgefühl und das erleichtert die Anteilnahme. Die Menschen scheinen das zu lieben, sie trinken Flaschen leer und jubeln lauter als zu Hause.

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