Salmas Wohnung

Eine syrische Frau wird in Wien von ihrem Ehemann ermordet, er setzt sich mit den vier Kindern ins Ausland ab und hinterlässt Polizei und Behörden ratlos

STADTLEBEN | SASKIA SCHWAIGER | aus FALTER 23/18   

Illustration: Bianca Tschaikner

Was ist zu tun, wenn das Allerschlimmste eintritt? Wenn man als Flüchtlingshelferin die Zeitungen aufschlägt und sich denkt: Bitte, lass das nichts mit unseren Familien zu tun haben. Wenn man am nächsten Morgen einen Anruf erhält von einem jungen Mann, dem man vor zwei Jahren eine Heizung in die kalte Wohnung gestellt hat und dessen Frau man nach der Geburt zur Seite gestanden ist, und dieser Mann sagt: „Bitte, kannst du helfen? Meine Schwester wurde ermordet.“

Das Schlimmste ist eingetreten. Eine syrische Frau ist mitten in Wien, im Netzwerk von Freunden und Helferinnen, in ihrer eigenen Wohnung erstochen worden. Es geschah Ende November letzten Jahres. Der mutmaßliche Täter, ihr Ehemann, hat sich mit den vier Kindern ins Ausland abgesetzt. Trotz internationaler Polizeifahndung ist er verschwunden.

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