Die neuen Brauerinnen

Einst war Biererzeugung Frauensache. Dann funkten Mönche dazwischen. Mit der Craft-Bier-Welle tauchen wieder Braumeisterinnen auf

SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 19/18   

„Hopfenspinnerin“ Evelyn Bäck prüft mittels Refraktometer, ob der Sud was wird (Foto: Heribert Corn)

Ein Renaissanceschloss in Niederösterreich. Pittoreskes Ambiente, gepflegter Rasen, ein gediegener Saal. Schloss Walpersdorf ist eine fast perfekte Hochzeitslocation. Eine Brauerei würde man an diesem Ort hingegen nicht vermuten. Doch genau hier hat sich die ehemalige Medienfachfrau Evelyn Bäck vor einem Jahr mit einer Brauerei namens Hopfenspinnerei selbstständig gemacht. Man öffnet die Tür zu ihrem kleinen Reich und hat gleich Maischeduft in der Nase – hier wurde zweifellos gerade Bier gebraut.

Der erste Eindruck täuscht eben oft. Und was wir über Bier zu wissen glauben, steckt voller eingelernter Vorurteile und kultureller Missverständnisse. Eines davon ist, dass das Bierbrauen eine reine Männerdomäne ist. Ein zweites besagt, es gehe auf Mönche im Mittelalter zurück. Stimmt beides nicht, in den Klöstern wurde das Brauen und der Handel mit Bier bloß institutionalisiert und kommerzialisiert. Davor aber kümmerten sich die Frauen um die Biererzeugung.

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