Massaker am Golan

Österreichische UN-Blauhelme ließen neun syrische Polizisten in einen Hinterhalt von Kriminellen laufen und drehten ein Video ihrer Ermordung. Der Verteidigungsminister setzt eine Untersuchungskommission ein. Beihilfe zum Mord? Oder ein zulässiger Befehl?

POLITIK | FLORIAN KLENK | aus FALTER 18/18   

Ein weißer Geländewagen schraubt sich langsam die Bergstraße hinauf. Der Pick-up fährt in die karge Felsenlandschaft des Hermon-Massivs, es trennt Israel von Syrien und dem Libanon. Auf der Ladefläche sitzen fünf Uniformierte, vier weitere Polizisten haben im Inneren des Wagens Platz genommen. Sie alle sind Angehörige der berüchtigten syrischen Geheimpolizei Muchabarat. Bald werden sie sterben.

Wir schreiben den 29. September 2012. Das Bergmassiv liegt in einer von österreichischen Blauhelmen bewachten UN-Schutzzone. Von 1974 bis 2013 standen hier die österreichischen Militärs im Auftrag der Vereinten Nationen, sie bilden hier oben auf mehreren Wachposten das „Kommando Edelweiß“. Die UN-Mission der Österreicher war ein Stück nationale Identität. Und umso überraschender war es, als sie im Jahre 2013 jäh beendet wurde. Dieser Fall und mögliche Verwicklungen mit syrischen Behörden könnten einer der Gründe für den sehr plötzlichen Abzug gewesen sein.

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