Schau mal, Mama!

Wie eine Masse asiatischer Youtube-Kanäle mit brutalen Kindervideos die Seite verdarb

MEDIEN | LUKAS MATZINGER | aus FALTER 49/17   

Foto: Screenshot YouTube

Ein Mann sitzt in Vietnam vor seinem PC und animiert eine Szene, in der die kleine Minnie Mouse der kleinen Mickey Mouse das rechte Ohr abschneidet. Dann lässt er Harley Quinn aus dem Film „Suicide Squad“ und einen Comic-Adolf-Hitler virtuell Kinderlieder singen. Später schneidet er noch ein Video, in dem Batmans Gegenspieler Joker auf die in einer Badewanne liegende Prinzessin Elsa aus dem Film „Frozen“ pinkelt. Am Abend lädt er alle diese Videos auf das soziale Netzwerk Youtube, er will schließlich damit Geld verdienen.

Es läuft etwas schief auf Youtube. Seit gut einem Jahr wird die größte Videoplattform der Welt geflutet von scheinbaren Kindervideos, die sich bei Betrachtung als unheimlich bis verstörend herausstellen. Die Videos wirken in ihrer Ästhetik harmlos, meist sind sie computeranimiert, manchmal von Laiendarstellern gespielt, und zeigen unverdächtige Charaktere wie die oben genannten. Nur dass diese sich im Laufe des Videos in Sex, Verstümmelung, Defäkation oder Kannibalismus ergehen.

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