Über die Linie

Am Nordbahnhof taucht ein Mistplatz aus dem Nichts auf, stößt auf Bürgerprotest und wird von der Stadtplanung wieder entsorgt. Ein Lehrstück über Konsens und Machtkampf

STADTLEBEN | MAIK NOVOTNY | aus FALTER 37/17   

Foto: Heribert Corn

Pappeln im Wind, wucherndes Unkraut im Kies, Trampelpfade im Gebüsch. Kinder radeln umher, Hunde freuen sich über Auslauf, Skater turnen akrobatisch über den Beton. Das Areal des ehemaligen Nordbahnhofs ist eine wilde Idylle, wie es sie im bebauten Wiener Stadtgebiet in dieser Größe nirgendwo sonst gibt. Seit das Areal öffentlich zugänglich ist, hat es sich zu einem Grätzelpark mit Industrieromantik entwickelt. Nebenan steht schon der Bagger auf dem Bauplatz für den Bildungscampus, vom Praterstern her wird eine Allee heranplaniert.

Am Nordbahnhof kann man live einer Stadt im Umbruch zuschauen, seine Wildnis ist ein produktiver Humus für Stadtentwicklungsdebatten. Im alten Fabrikgebäude der Nordbahnhalle hat im Sommer das Architekturzentrum Wien eine Zweigstelle bezogen und das Stadtwerkstatt-Programm „Care + Repair“ gestartet, auch die TU Wien ist hier aktiv.

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