Kranke Himmel

Der Sternenhimmel über Mitteleuropa leidet, die Lichtverschmutzung nimmt zu. Auch an unerwarteten Orten

VERENA RANDOLF | aus FALTER 37/17   

Foto: JFK / EXPA / picturedesk.com

Die 1990er-Jahre waren für Sterndlschauer fatal: Während es in den Nächten draußen immer heller wurde, verdüsterten sich drinnen über den Himmelskarten die Gemüter. Mit jeder Lampe, die angeknipst wurde, verschwand ein Sternchen am Himmel und ließ den Astronomen in ihren Sternwarten im Wesentlichen drei Möglichkeiten: „Depression, Rückzug oder Verdrängung.“

Das sagt Günther Wuchterl, Leiter der Kuffner-Sternwarte in Wien, der für sich selbst einen vierten Weg gefunden hat: den Kampf. Und Aufklärung. Der Mensch, meint Wuchterl, habe ein Recht darauf, Sterne zu sehen. Das Thema Lichtverschmutzung soll ins Bewusstsein der Leute rücken. Die Wissenschaft soll wegen der fehlenden Finsternis nicht alleine leiden. „Viele Astronomen sind verzweifelt“, sagt Wuchterl. „Wirklich verzweifelt.“

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