Königsdrama im Elfenbeinturm

Aus heiterem Himmel bekommt das Kunsthistorische Museum einen neuen Direktor. Wer ist er, und was hat Generaldirektorin Sabine Haag falsch gemacht?

MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 36/17   

Foto: Kunsthistorisches Museum

Das Ende der Ära Sabine Haag begann bereits am 17. Oktober 2016, als das Kunsthistorische Museum (KHM) seinen 125. Geburtstag feierte. Die Spitzen der Republik hatten sich versammelt, um den Kunstpalast zu feiern. Der neue Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) saß in der ersten Reihe, als die damals 55-jährige Kulturmanagerin eine Rede hielt, die ihr zum Verhängnis werden sollte.

Statt die Zukunft eines der wichtigsten Museen der Welt in kräftigen Farben zu schildern, beschränkte sich Haag auf eine trockene Chronologie. Sie las einen Lexikoneintrag vom Blatt und verpasste so die Gelegenheit, die Chefs der großen Unternehmen für die Einzigartigkeit ägyptischer Mumien und niederländischer Landschaften zu begeistern. Performance: nicht genügend.

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