„Es wird immer schrecklicher“

Österreichs führender Experte für Tiertransporte, der Kärntner Veterinär Alexander Rabitsch, schlägt Alarm: Transporte dauern viel zu lang, die Lkw sind überladen

LANDLEBEN | GERLINDE PÖLSLER | aus FALTER 32/17   

Foto: EKA / Reporters / picturedesk.com

Am bulgarisch-türkischen Grenzübergang Kapıkule heißt es für Rinder und Schafe, die aus der gesamten EU angekarrt werden, immer wieder: Stopp! „Die türkischen Zollbeamten halten sich strikt an ihre Dienstzeit“, erklärt der Tierarzt Alexander Rabitsch. „Ist die vorbei, gehen sie heim. Hier kommen aber bis zu 70 Sattelschlepper am Tag an. Tausende Rinder müssen daher viele Tage auf überladenen Fahrzeugen verharren. Und das oft bei brütender Hitze.“

Auch die etwa 300 tschechischen Stiere, die die NGO Animals’ Angels hier antraf (siehe Fotos), wurden nach 1400 Kilometern Fahrt in Kapıkule angehalten. Weil Zollbestimmungen nicht eingehalten wurden, ließ die Türkei die Tiere nicht ins Land. „Zurück nach Europa können sie dann auch nicht mehr, wegen dem Tierseuchengesetz“, erzählt Irene Weiersmüller von Animals’ Angels, die die Stiere begleitet hat. Die deutsche Tierschutz-NGO ist auf Lebendtiertransporte spezialisiert. Also wurden die Tiere an der Grenze festgehalten; sie hatten noch Glück, weil sie in einem Stall Platz fanden. „Dennoch sind viele gestorben“, sagt Weiersmüller.

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.




Alle Artikel aus FALTER 32/17 finden Sie ab dem Erscheinungstag der Printausgabe im FALTER-Archiv!


ANZEIGE