Erhebt euch!

Egoistisch? Neoliberal? Geschmacklos? Weit gefehlt. Die neue Wahlkampagne der SPÖ führt die Partei rechtzeitig zum Kern ihrer eigentlichen Politik zurück

POLITIK | BARBARA TÓTH | aus FALTER 32/17   

Illustration: PM Hoffmann

Fangfrischer Fisch aus dem Millstätter See, leichte Abendbrise, Blick auf das waldige Südufer. Für Kanzler Christian Kern gibt es vermutlich keinen besseren Ort, um eine seiner anstrengendsten Arbeitswochen dieses Jahres ausklingen zu lassen, als auf der Terrasse der alteingesessenen Seevilla in Millstatt in Kärnten, unweit seines Feriendomizils. Nur auf den ersten Blick ungewöhnlich war, mit wem Christian Kern vergangenen Freitagabend anstieß. Er speiste mit seinem Ex-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner.

An diesem Abend schloss sich für alle Teilnehmer nach vier Monaten ein Kreis. An dessen Anfang im Mai dieses Jahres stand Mitterlehners Rückzug aus der Politik, nachdem ihn sein Nachfolger, Außenminister Sebastian Kurz, aus dem Amt gemobbt hatte; an dessen Ende steht der Wahlkämpfer Kern, der nach einer Phase des Driftens, der Intrigen im Kampagnenteam erstmals eine Art Grundton für die Nationalratswahl am 15. Oktober anschlägt. Gerade noch rechtzeitig, denn in Umfragen liegt Kern derzeit bis zu zehn Prozentpunkte hinter Kurz.

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