„Ich konnte das Theater nicht leiden“

Der Schauspieler und Regisseur Otto Schenk erinnert sich an seine Kindheit in Wien und an die Anfänge seiner Karriere

KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 28/17   

Foto: Heribert Corn

Otto Schenk ist das rare Beispiel für einen heimischen Publikumsliebling, der weit über die Grenzen des Landes, ja des deutschen Sprachraums hinaus bekannt ist. Als Opernregisseur hat Schenk über drei Jahrzehnte an den ersten Häusern der Welt gearbeitet, u.a. in Wien, Salzburg, München, Mailand, London und New York. Nachdem er Ende der 1980er-Jahre seine Arbeit für die Oper eingestellt hatte, verabschiedete er sich 2006 mit einer Inszenierung von „Don Pasquale“ an der New Yorker Met endgültig von der Oper. Als Schauspieler, Komödiant und Vortragender ist Schenk, der unlängst seinen 87. Geburtstag feierte, aber immer noch höchst präsent.

Starallüren scheint Schenk keine zu kennen. Man kann ihn anrufen, er steht im Telefonbuch. „Jetzt gleich?“ Nein, man hätte gerne einen Termin. Termine macht seine Frau. Dann also morgen, elf Uhr. Der Gast wird in einer Dachgeschoßwohnung am Rudolfsplatz mit Kaffee und Torte empfangen. Vom Wohnzimmer aus kann man nicht nur Schenks geliebten Stephansdom sehen, sondern auch Maria am Gestade und die Votivkirche. Dann wird der Gast ins Arbeitszimmer geleitet. „Stört die Klimaanlage?“ Nein, tut sie nicht.

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