Glückspilz

Alfred Noll steht hinter Peter Pilz’ neuer Liste. Porträt eines Anwalts, der sich immer schon für mehr als Paragrafen interessierte

POLITIK | BARBARA TÓTH | aus FALTER 28/17   

Foto: Heribert Corn

Wäre Alfred Noll eine Figur in einer literarischen Novelle, er lebte im Wien der Jahrhundertwende, im Dunstkreis von wortgewaltigen Kaffeehausliteraten und kunstsinnigen jüdischen Großbürgern mit weitläufigen Wohnungen in Ringstraßenpalästen. Als literarische Figur wäre er vom Beruf Intellektueller und nicht Anwalt wie in seinem echten Leben. Er könnte sich das leisten, weil ihn sein Erbe finanziell unabhängig gemacht hätte und Intellektueller-Sein damals natürlich ein Beruf war, kein Schimpfwort.

Dieser Noll würde in allen angesehenen Zeitungen der Monarchie publizieren, er würde Streitschriften und Anthologien herausgeben. Er wäre natürlich ein Förderer moderner Kunst und Literatur und würde sich aus Begeisterung für diese im Laufe seiner Karriere auch als Novellist und Maler versuchen und für seine Anstrengungen durchaus Applaus bekommen.

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