Ich und du und du

Lohnt sich die Liebe, wenn sie Angst und Eifersucht bringt? Lohnt sich die Ehe, wenn fast jede zweite geschieden wird? Immer mehr Menschen in Wien finden ihr Glück in alternativen Lebensformen. Zum Valentinstag führen wir in die Welt der Polyamorie

STADTLEBEN | BENJAMIN BREITEGGER, LUKAS MATZINGER | aus FALTER 06/17 | 1 Kommentar   

Illustration: Bianca Tschaikner

Wer diese unscheinbare Tür in einer Wohnsiedlung in Rudolfsheim-Fünfhaus öffnet, wer die sieben Stufen runtergeht, Schal und Jacke ablegt und eine kleine Spende gibt, hat eine andere Welt betreten. In einer Ecke musizieren Menschen, viele kuscheln, viel Gestreichle, viel Reden, einige tanzen, manche an der Stange, Kondome stehen bereit. Überall Couchen und Matratzen. Doch das hier wird keine Orgie. Hier wird nicht geswingt. Es ist ein monatliches Treffen polyamor lebender Menschen in Wien.

Eigentlich erfreut sich das Konzept der Monogamie größter Beliebtheit. 45.500 Ehen wurden im Jahr 2015 geschlossen, überall versprechen junge Menschen einander ewige Treue. Die traditionelle Paarbeziehung, exklusiv, romantisch, lebenslang, hat ihren Reiz nicht verloren. Bloß irgendwann, sagt die Statistik, wird fast die Hälfte der geschlossenen Ehen wieder geschieden. Verbindlichkeit und Monotonie zermürben oft die versprochene Liebe.

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