„Damit netto mehr rausschaut“

Als Vorsitzender der Fußballergewerkschaft VdF hat Gernot Zirngast etliche Schwarzgeldverträge gesehen. Bis in Österreich ein Kollektivvertrag für Profis eingeführt wurde

JOSEF REDL, LUKAS MATZINGER   

Gernot Zirngast ist Vorsitzender der Vereinigung der Fußballer. In seiner aktiven Karriere kickte er unter anderem für Sturm Graz, GAK, VfB Mödling und den Wiener Sportclub (Foto: Heribert Corn)

Die Geschichte des österreichischen Fußballs ist gepflastert mit Skandalen und Skandälchen. Zumeist haben sie mit Misswirtschaft und Schwarzgeldzahlungen zu tun. Austria Salzburg, GAK, FC Tirol, Sturm Graz, Schwarz-Weiß Bregenz – die Liste der Profiklubs, die allein in den letzten 15 Jahren Insolvenz anmelden mussten, ließe sich noch fortsetzen. Kann ein Verein seine Spieler nicht mehr bezahlen, dann tritt regelmäßig Gernot Zirngast auf den Plan. Der ehemalige Profikicker ist Vorsitzender der Spielergewerkschaft „Veinigung der Fußballer“. Aus zahlreichen Konkursverfahren und Rechtsberatungen kennt er illegale Nebenabsprachen und von windigen Spielervermittlern konstruierte Finanzierungsmodelle zur Genüge. Seit es einen Kollektivvertrag für Fußballprofis gibt, gehören viele Probleme der Vergangenheit an. Nur nicht das vollkommen ungeregelte Gewerbe der Spielervermittler.

Falter: Herr Zirngast, die Veröffentlichungen
im Rahmen der Football Leaks geben
sehr genaue Einblicke in die Welt
der Spielervermittler. Man sieht, wie
bei Millionentransfers mitgeschnitten wird,
wie Steuervermeidungskonstrukte aufgesetzt werden. Wer darf eigentlich überhaupt als Spielervermittler auftreten?

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Diese Geschichte entstand aufgrund der Football-Leaks-Dokumente, die das deutsche Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL erhalten und an die European Investigation Collaborations weitergegeben hat.


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