Sehnsucht nach Zugehörigkeit

Das prollige Facebook war bisher das Forum der Flüchtlingsphobiker. Die Zeitschrift Tumult gibt den Rechtspopulisten nun eine intellektuelle Stimme

MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 06/16   

Illustration: Daniel Jokesch

Illustration: Daniel Jokesch

Die „Volksverräter“ und die „Lügenpresse“ sind die Feindbilder einer politischen Bewegung, die gegen die Aufnahme von Flüchtlingen mobil macht. In Dresden organisiert die Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) Demos und hetzt gegen Masseneinwanderung und Willkommenskultur.

Das Forum des Volkszorns ist vor allem das Internet. Die Facebookseite von Pegida hat 200.000 Anhänger, die sich in ihren Kommentaren kein Blatt vor den Mund nehmen. „Wir müssen uns gegen den linken Meinungsfaschismus wehren“, beschreibt ein Pegidaist das Selbstverständnis der rechten Gegenöffentlichkeit.

Auf der Straße und im Internet wird gegen das „Pack“ und den „Abschaum“ gepöbelt. Das intellektuelle Hinterland sind Zeitschriften wie der in Dresden erscheinende Tumult (Auflage: 2000 Exemplare), der sich in seinem Untertitel „Vierteljahresschrift für Konsensstörung“ nennt und einen starken Österreich-Bezug hat.

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