„Ich kann verstehen, dass die Menschen Angst haben“

Karim El-Gawhary über die arabische Welt und den schmalen Grat zwischen Journalismus und Aktivismus

NINA BRNADA | aus FALTER 50/15   

Foto: El-Gawhary

Foto: El-Gawhary

Nachdem das Interview endet, läutet das Handy von Karim El-Gawhary. In der Zeit, in der das Falter-Interview stattfand, kam eine Meldung über die Nachrichtenkanäle, 16 Tote bei einem Anschlag in Kairo. Seit 25 Jahren ist dieser Journalist dort zu Hause, die Brutalität der Umbrüche in diesem Teil der Welt ist für ihn Alltag, und dennoch verzieht er kurz das Gesicht.

Er ist derjenige, der uns den Nahen Osten erklärt und deutet. Normalerweise sieht man sein Gesicht vor staubigen Wüsten oder vor den Dächern arabischer Metropolen. Heute ist er am Arlberg und isst ein buntes Omelett. Hier in Lech will er bei den Medientagen sein neuestes Buch vorstellen, das er mit seiner ORF-Kollegin Mathilde Schwabeneder geschrieben hat. Es trägt den Titel „Auf der Flucht“.

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