Geschichten aus dem Floridsdorf

Die Wiener SPÖ hat das zweitschlechteste Ergebnis ihrer Geschichte. Die FPÖ das beste. Wie kam es dazu? Ein Besuch beim Hausmeister des Heinz-Nittel-Hofes veranschaulicht das Dilemma des roten Wien

FLORIAN KLENK, NINA BRNADA | aus FALTER 42/15 | 2 Kommentare   

Foto: Heribert Corn

Foto: Heribert Corn

Vielleicht sollte man diese Geschichte über Michael Häupls angeblichen Wahlsieg nicht mit dem Jubel im Festzelt in d er Löwelstraße beginnen. Die Genossen erdrückten sich am Sonntag Abend beinahe, sie jubelten so laut, dass die Rede des „Michi! Michi!“ kaum noch zu hören und der Verlust von fünf Prozent fast schon vergessen waren.

Man sollte, um den besseren Überblick über dieses Wahlergebnis zu bekommen – das beste Wahlergebnis der FPÖ und das schlechteste der SPÖ – einfach nur ein paar Minuten auf eine Dachterasse steigen. Keine dieser gläsernen Aufbauten, die im tiefroten Ottakring oder Fünfhaus die alten Zinskasernenviertel gentrifizieren. Die Dachterrasse in der Brünnerstraße 140 ist ein ganz anderer Ort: Wer auf dem Dach des Heinz-Nittel-Hofes steht, dem liegt Floridsdorf zu Füßen.

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