Das Thomas–Evangelium

Hymnen, Schmalz und Schnulzen: Der Schriftsteller und Zeichner Tex Rubinowitz über den Eurovision Song Contest als faszinierende Sozialskulptur

TEX RUBINOWITZ | aus FALTER 20/15   

Null Punkte für Thomas Forstner 1991: Tex Rubinowitz würdigt ihn mit einem Ölgemälde (Foto: Leopold Museum)

Null Punkte für Thomas Forstner 1991: Tex Rubinowitz würdigt ihn mit einem Ölgemälde (Foto: Leopold Museum)

Man kann es einfach so sagen: Johnny Logan hat den Eurovision Song Contest (kurz: ESC) ermordet. Auch wenn es so etwas wie den Song Contest gar nicht gibt. In den 60 Jahren seines Bestehens ist das einzig Verbindende dieser fossilen, flamboyanten Veranstaltung, dass sie stattfindet.

Wechselnde Moden und Stile konnten den ESC nicht umbringen, die immergleichen Songstrukturen ebenso wenig. Diese Lieder werden extra für den Bewerb gebaut, mit einem sichtbaren Haltbarkeitsablaufdatum (best before ein Tag nach ESC). Ob das Lied schnell oder balladesk ist, spielt dabei keine Rolle, die Struktur lautet immer: Strophe/Refrain, Strophe/Refrain, Brücke, dann einen Halbton höher wieder: Refrain.

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