Nichts ist wahr. Alles ist möglich

Sogenannte „alternative Medien“ werden in Deutschland und Österreich immer beliebter. Sie nähren Zweifel an der offiziellen Berichterstattung über die Ukraine. Wer sind sie, und was wollen sie?

SIMONE BRUNNER | aus FALTER 07/15 | 8 Kommentare   

Illustration: Katinka Reinke

Illustration: Katinka Reinke

André Keller sitzt in einem Partykeller im achten Wiener Bezirk. Irgendwann zwischen seinem Bier und seiner Zigarette lässt er den Satz fallen: „Ich träume von der Million.“ Nicht etwa finanziell, sondern in Klicks.

So unrealistisch ist das gar nicht. Im Herbst 2013 hat Keller das „Contra-Magazin“ gegründet, um zu „schreiben, was der Mainstream verschweigt“, wie auf der Facebook-Seite steht. „Weil wir nicht zufrieden sind, wie das abläuft – mit der EU, aber auch mit der Ukraine-Krise“, wie er sagt. Und das kommt sichtlich gut an: Bis zu 300.000 Zugriffe hat die Seite laut Keller inzwischen pro Monat – Tendenz steigend.

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8 Kommentare zu “Nichts ist wahr. Alles ist möglich”

Günter Düsterhus, 17. Februar 2015: Mix aus Antiamerikanismus, Kapitalismuskritik, EU-Skepsis und Verschwörungstheorie, Simone Brunner, was hat sie denn so krank und blind gemacht? Ich denke das Geld ist es gewesen. Geld frisst Seele.

Carlo Schmonz, 21. Februar 2015: "Das ist der Moment, in dem sich die Blogger – bewusst oder unbewusst – in den Dienst der Kreml-Propaganda stellen" Finden Sie? Sie selbst stellen sich in den Dienst der transatlantischen Propaganda und zeigen mit dem Finger auf die Blogger ohne irgendetwas Substantielles hervorzubringen. Was genau wollten Sie dem geneigten Leser mitteilen? Eben. Deswegen wenden sich immer mehr Menschen angewidert von den etablierten "Leitmedien" ab, sie haben uns einfach nichts zu sagen.

Andy K, 11. März 2015: Liebe Frau Brunner, ich hole mir meine Informationen fast ausschließlich nur mehr über alternative Medien? Warum? Eben weil dort sorgfältig recherchiert wird, eben weil es Quellenangaben gibt, eben weil (meist) keine Vermutungen aufgestellt werden, dafür aber mögliche Zusammenhänge in alle Richtungen hergestellt werden, eben weil es frei von Propaganda ist. Ich bin von Ihnen als Redakteurin enttäuscht.

Michael H., 11. März 2015: Ich würde gern wissen was Sie zu diesem Artikel verführt hat. Er ist hochgradig manipulativ und in keinster Weise informativ. Sollte dies Ihre bevorzugte Arbeitsweise sein empfehle ich Ihnen den Beruf aufzugeben und als Autorin für Teilnovellen zu arbeiten.

Voll, 16. März 2015: Vor allem bin ich weit davon entfernt, was Alternativmedienkonsumenten dazu bewegt, all das so bestimmt zu verteidigen. Alle Argumente werden ignoriert oder relativiert, sie winden sich wie Würmer, bis man die Lust verliert. Was haben sie davon? Wichtig ist, glaube ich, dass sie das Gefühl haben, auch mal über etwas bescheid zu wissen, "Unwissende" belehren zu können.

Peter K, 3. April 2015: Immerhin schreiben Nicht-Mainstreammedien über Mainstream-Medien, dass sie es selbst nicht besser wissen. Hier jedoch wurde eine gezielte Attacke gegenüber Nicht-Mainstream Medien verübt. Und genau wegen solchen Aktionen kann man über ihre Worte nicht mehr als ein müdes Lachen rauszaubern. Echt schlechter Artikel. Hut ab

Adam C, 3. Mai 2015: Das vertrauen in die großen Medien war vor einigen Jahren auch schon so niedrig wie heute. Dann ist es gestiegen und jetzt wieder gesunken. Ich glaube aber, dass es damals nicht so von Russland ausgenutzt wurde. Auch deswegen nicht, weil ru keinen Grund dazu hatte. Außerdem glaube ich, dass viele der alternativen Medien nicht realisieren, wie sehr sie von Russland ausgenutzt werden. Und das schlimme ist, dass die alternativen Medien und damit die russische Propaganda so erfolgreich ist.

Elvis M., 6. August 2015: Das wagen Sie in 07/2015 zu schreiben ? Nachdem bereits offiziell die Finianzierung des Regierungsumsturzes in Kiew zugegeben wurde, nachdem bereits ein ZDF Nazis, die es laut ZDF nicht gab, zugeben musste das es diese gibt ?! Und der Beispiele gibt es noch viele mehr. Alles nachdem die von Ihnen verunglimpften Medien eben dies bereits ein halbes Jahr vorher berichteten und WIR, diejenigen welche Sie für dumm verkaufen wollen, darüber sonst nie ein Wort erfahren hätten. Da fehlen einem die Worte

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