Entschuldigung, wo geht’s hier zur Hölle?

Unterschätzen wir die Radikalisierung im Islam? Der Politologe Hamed Abdel-Samad hat dazu eine einfache und eindringliche Theorie

POLITIK | BARBARA TÓTH | aus FALTER 39/14   

Foto: Barbara Tóth

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Die Sicherheitsbeamten sind nicht gerade dezent. Ihr Auto steht vor dem Plachutta in Wien-Hietzing, die beiden Polizisten warten in der Sonne auf dem Vorplatz. Im Restaurant sitzt Hamed Abdel-Samad in einer Nische versteckt, neben sich seinen Reisekoffer. Eben war der streitbare Islamkritiker im ORF-„Europastudio“ zu Gast, in wenigen Stunden geht es zurück nach Berlin. Für die Zeit hat er eine große Analyse zum Islam geschrieben, in der Vorwoche trat er im Schweizer Rundfunk, bei 3sat und in der ORF-Debatte „Im Zentrum“ auf. Seit einem Jahr bekommt er immer wieder Morddrohungen von Islamisten, weil er mit seinen Thesen den Propheten beleidigt habe.

Abdel-Samads Theorie eines faschistoiden, gewaltbereiten Islam ist in Zeiten des Terrors des Islamischen Staats (IS) sehr gefragt. Der gebürtige Ägypter kann leidenschaftlich und pointiert argumentieren. Der 42-Jährige kennt die Welt der Muslime am Rande Europas und in der Diaspora aber auch von innen. Als Student in Kairo schloss er sich der islamistischen Muslimbruderschaft an, bevor er, inzwischen nach Deutschland ausgewandert, „vom Koran zum Wissen“ konvertierte.

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