Eine schwarze Nacht

Wie der vermummte Protest gegen einen freiheitlichen Ball Wien radikalisierte

POLITIK | BENEDIKT NARODOSLAWSKY, FLORIAN KLENK, JOSEPH GEPP | aus FALTER 05/14 | 6 Kommentare   

Foto: Heribert Corn

Foto: Heribert Corn

Es ist Freitag Abend, halb zehn, seit Stunden schon rasen Polizeiautos mit Blaulicht durch die Stadt. Hinter der Sezession rennen nun 20 Jugendliche Richtung Karlsplatz. Sie haben schwarze Mützen über das Gesicht gezogen und reißen einen Baustellenzaun nieder. Sie ziehen Bretter und Ziegel hervor und schieben eine Scheibtruhe heran – aus dem Gerümpel bauen sie Barrikaden.

Bevor sie weiterlaufen, reißt einer noch ein Verkehrszeichen nieder und schmeißt
es auf den Haufen. In diesem Moment kommt der Verkehr zum Erliegen und die Jugendlichen verschwinden in der Nacht. Sie hinterlassen Stau und Chaos, so schnell, dass die Polizei wieder zu spät kommen wird.

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6 Kommentare zu “Eine schwarze Nacht”

St.vater, 29. Januar 2014: Auch wenn ich es mir immer wieder vorsage: der Falter Ist keine linke Zeitung. Grottenschlecht recherchierte Artikel wie dieser machen mich dann doch immer wieder grantig. Es ist so als würde ich übers Schispringen schreiben, ohne jegliche Erfahrung. Danke in Zukunft wieder eine Zeitmangel kein falter...

M.Six, 29. Januar 2014: So gut wie jede irgendwie ernst zu nehmende Berichterstattung beschreibt beide Demonstrationszüge - wobei der 1. Zug, der bei weitem größere, gänzlich friedlich geblieben ist. Der Falter schert sie alle über einen Kamm. Ich hätte mir mehr erwartet vom Falter - vielleicht sollte sich Florian Klenk mal die Vice Dokumentation anschauen... damit er nicht nur aufgrund der kursierenden Youtube Videos über die "Gewaltexzesse" seine Recherche tätigt...

Nora W., 29. Januar 2014: Hätte mir nicht erwartet, dass der Falter auf den selben Zug aufspringt wie alle anderen (österreichischen!) Medien. Das Titelbild, die Überschrift, der Artikel: einfach nur traurig, ein Armutszeugnis für den Falter. Wieder eine Zeitung weniger zu lesen...

Memen Tomori, 5. Februar 2014: Es tut mir leid, aber dieses strukturlose Gebräu aus Fakten, Meinungen und stimmungsmachender Manipulation nützt weder der Sache (nämlich entschlossen prä-, post-, rand- und kryptofaschistischen Manifestationen entgegenzutreten; etwas, was ich mir vom Falter erwartet hatte), noch deckt er als Bericht das Geschehen - zumindest im Rahmen des durchaus Möglichen - vollständig ab. Stattdessen tummeln sich "Rollkommandos" in einem Artikel auf Boulevardniveau, der überdies jeglichen Duktus vermissen lässt, als hätte das Schreiberteam zwischen Flucht vor der radikalen Unkultur und Stolpern über RedBull-Dosen kaum Luft zum Atmen und Nachdenken bekommen. Bei allem Ärger über verpasste Chancen für eine wirksame Demonstration, über das korrodierte Rechtsverständnis des Polizeipräsidenten und sinnlose Zerstörung durch Idioten: Geht´s noch tendenziöser? Wobei: Dergleichen findet das p.t. Massenpublikum sicher informativ - vielleicht erschließt sich dadurch dem Falter ja der U-Bahn-Gratisblättchen-Leserkreis.

Joachim Egger, 6. Februar 2014: Was für ein abartig mieser Artikel. Das fällt nicht einmal im Ansatz unter Journalismus!

Markus B., 27. Februar 2014: Einwandfreier Artikel! Einziger "Schönheitsfehler": Nicht nur die FPÖ nahe Polizeigewerkschaft "AUF" siehe obige Artikelzitate wie "...nur die blaue Exekutivgewerkschaft durfte auf den Heldenplatz, um die Beamten mit Tee und Red Bull zu stärken..." und "...während draußen die blaue Exekutivgewerkschaft ihren Kollegen Red Bull reichte, damit sie wach bleiben..." versorgte die Polizeibeamten, sondern wie üblich auch die SPÖ nahe "FSG-Polizeigewerkschaft" stärkte die Beamten mit diversen Snacks und Getränken. Diese Tatsache hätte man der Vollständigkeit halber auch erwähnen können...........

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