Und was jetzt?

Von der Überwachung mitten in Wien bis zu den Langzeitfolgen: Zehn Experten beantworten die wichtigsten Fragen zur NSA-Affäre

MEDIEN | INGRID BRODNIG | aus FALTER 45/13   

Auch mitten in Wien ist die NSA aktiv. In der amerikanischen Botschaft betreibt die NSA einen Abhörposten, erklärt Spiegel-Redakteur und Aufdeckerjournalist Holger Stark. Der Falter hat mit zehn namhaften Experten über die Überwachung gesprochen. Alles, was man zur NSA wissen muss, in zehn Fragen und Antworten.

Was macht die NSA in Wien, Herr Stark?

„Wien war schon immer eine Drehscheibe für Geheimdienste und ein Tummelplatz für Agenten, schon aufgrund der günstigen strategischen Lage zwischen Ost und West. Das gilt auch für die NSA: In der amerikanischen Botschaft befindet sich eine Dependance des ‚Special Collection Service‘, jener Geheimeinheit aus Agenten von NSA und CIA, die versteckt aus den US-Botschaften und Konsulaten heraus operiert. Laut internen NSA-Unterlagen wird die Überwachungstechnik in Wien teilweise von Mitarbeitern des Nachrichtendienstes vor Ort, teilweise aber auch aus der SCS-Zentrale im US-Bundesstaaat Maryland gesteuert. Die Ziele der Überwachung sind international, sie beziehen sich auf den Handyverkehr, aber auch auf Internetdaten.

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