“Wer keinen Zorn spürt, ist ein Profiteur”

Der Liberale Matthias Strolz, Chef der Neos, und der Kommunist Mirko Messner von der KPÖ sind sich in vielen Reformvorschlägen einig. Wie würde ihr Österreich aussehen?

von BARBARA TÓTH, JOSEPH GEPP | aus FALTER 30/13 | 1 Kommentar   

Auf drei Prozent bei der Nationalratswahl am 29. September kommen laut einer aktuelle Umfrage die Neos, die neue Kleinpartei des Vorarlberger Ex-ÖVPlers Matthias Strolz. Ein Prozent erreichen laut der Umfrage die Kommunisten unter Parteichef Mirko Messner. Beide Parteien schaffen es also möglicherweise nicht über die Vier-Prozent-Hürde. Strolz und Messners Ansichten sind zwar denkbar unterschiedlich, und doch eint sie ein Zorn aufs System, den nur diejenigen empfinden können, die kein Teil von ihm sind. Um ebendiese Todsünde, den Zorn, dreht sich das erste Falter-Sommergespräch im Schanigarten des Volksgarten Pavillon.

Falter: Sind Sie zornig auf Österreichs Politik?

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1 Kommentar zu ““Wer keinen Zorn spürt, ist ein Profiteur””

Michael E, 25. Juli 2013: Das ist ein sehr gelungenes Interview. Echt toll zwei wohl konträre Welten mit einander diskutieren zu lassen und dabei auch Gemeinsamkeiten zu sehen. Beide haben interessante Punkte erwähnt, die mir so noch nicht bewusst waren. Jedoch, dass neoliberal ist wer das Pensionsantrittsalter anhebt, das ist nicht sehr stimmig. Mir ist in diesem Punkt oft die linksgerichtete Politik ein Unverständniss. Solidarisch zeigen allen jetztig-lebenden Menschen, aber was ist mit der Solidarität über die Generationen hinweg? Die Themen der NEOS sind auf Bürgerforen entstanden und sehr viele Punkte haben einfach einen pragmatischen Ansatz - Bürgergeld statt viele verschiedene Sozialleistungen, Verwaltungsreform, Förderalismus abschaffen oder ändern. Das ergibt dann auch unter dem Strich mehr Mittel für anderes - Entlastung von Arbeitsbesteuerung, Bildung. Das ist für mich nicht neoliberal. Sonst würde das auch bedeuten, dass alle Bürger_innen, die mitgewirkt haben, neoliberales Gedankengut tragen. Das ist einfach nicht der Fall. Jedes System gewinnt an Komplexität mit der Zeit, darum muss man regelmäßig aufräumen / vereinfachen.

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