Der erfundene Zeuge

Ein Boulevardblatt berichtet über einen "Belastungszeugen" gegen den Kärntner Landeshauptmann und löst damit ein Feuerwerk an Zitierungen aus. Auf die Überprüfung des vermeintlichen Scoops haben alle vergessen.

WOLFGANG ZWANDER | aus FALTER 30/13 | 1 Kommentar   

Seit Peter Kaiser die Kärntner Landtagswahl gewonnen hat, steht sein Name für den großen Neuanfang im Süden. Korruption und Kärnten sollten nun endlich keine Synonyme mehr sein. Nach vier Monaten Regierungszeit ist diese Aufbruchsstimmung erstmals bedroht: Nahezu alle österreichischen Medien berichteten vergangene Woche über einen „anonymen Zeugen“, der den Landeshauptmann in der Causa Top-Team angeblich schwer belastete. Sogar von einer drohenden Anklage war schon die Rede. In der „ZiB 2“ wurde die Affäre bereits in den Kontext zu den Millionenspenden der Telekom ans BZÖ gesetzt.

Worum geht es im Fall Top-Team wirklich? Dazu gibt es zwei Versionen: FPÖ und ÖVP wettern, die Kärntner Sozialdemokraten hätten sich mit Geld aus Landesressorts bereichert. Aufträge aus roten Landesressorts wären demnach ohne entsprechender Gegenleistung im Jahr 2008 und 2009 an die SPÖ-nahe Werbeagentur Top-Team geflossen. Das wäre Untreue oder Amtsmissbrauch.

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1 Kommentar zu “Der erfundene Zeuge”

Herbert Anderson, 28. Juli 2013: klingt doch schon ganz anders als die übrigen Kommentare im "Blätterwald"

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