Die Beschwerde der Wärterinnen

Sexuelle Belästigung durch FPÖ-Politiker, Missbrauch von Insassinnen, Bestechung durch Topverteidiger, Schmuggel von Drogen durch Beamte: Justizbeamtinnen in Wiens größtem Gefängnis erheben schwerste Vorwürfe - aber die Justiz lässt sie im Stich

POLITIK | FLORIAN KLENK | aus FALTER 12/13 | 8 Kommentare   

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Wo soll man in diesem Fall nur beginnen? Bei den Pornomails, die die jungen Justizwachebeamtinnen von einem freiheitlichen Abgeordneten erhalten haben wollen, ehe er ihnen im Wachzimmer auf den Hintern griff?

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8 Kommentare zu “Die Beschwerde der Wärterinnen”

Robert Heilmeier, 19. März 2013: Wäre nur interessant wer zum Zeitpunkt der Verjährung Justizminister war! Das wird doch nicht Frau Gastinger gewesen sein?

Robert Heilmeier, 19. März 2013: Laut Gerüchten gab es von den Promianwälten immer wieder Einladungen zu Geburtstagsfeiern, Schweizerhaus, Kaffeekassa usw., wichtig war nur eine zügige Behandlung bei Vorführungen in der Vernehmungszone ....d.h. freies Besprechungszimmer, keine Wartezeiten....

Andreas Dettloff, 20. März 2013: Es ist schon gewaltig wie immer mehr Vertuschungen und kriminelle Seilschaften der Schwarz Blauen Schüssels, Haiders zu Tage treten.Bleibt zu hoffen dass auch bei der Nationalratswahl die Korruptis wie in Kärten abgestraft werden und endlich eine Politik fürs Volk entsteht.Ein Nationalrat der bei solchen Vorwürfen noch bei aktuellen Debatten wie heute im Parlament sitzt ist schon mehr als bedenklich, unabhängig wieviel davon stimmt. Dem betroffenen Herrn ist zumindest eine moralische Verpflichtung gegenüber den Wählern aus meiner Sicht abzusprechen. Währe noch interessant welchem Colour der Anwalt zuzordnen ist.

wilhelm krischanitz, 20. März 2013: das ist sicher nicht in ordnung-aber das ganze nur auf fpö zu reduzieren ist falsch weil es bei solchen delikten auf keine partei ankommt!

Bert, 20. März 2013: SPÖ, ÖVP und FPÖ, Italien hat wenigstens nur eine Mafia.

Liese Hinkelstein, 20. März 2013: Heiliger Kuhfladen. Ich habe den österreichischen Beamtensumpf ja schon immer verachtet, aber das setzt dem ganzen noch mehr als eine Krone auf. Wenn der Lausch mir an den Hintern gefasst hätte, hätte er seine Grapscher eine Weile nicht mehr gebrauchen können. Und dieses unsägliche Gerede von "man muss ja die armen, schwachen Frauen vor den bösen Unholden schützen" regt mich auch dermassen auf. Wie der Fall hier zeit (unter der Prämisse dass das alles wahr ist), muss man eher das Volk vor seinen Vertretern schützen. Schade dass am Schluss vermutlich nur ein paar Bauernopfer abgeschossen werden und der ganze Zirkus weiter geht. Bitte überzeugt mich davon, dass auch das Gegenteil möglich ist.

Gerd Hülser, 20. März 2013: Wir haben eine massive Vertrauenskrise bezüglich der österreichischen Justiz: Im vorliegenden Fall werden Opfer und Zeugen nicht geschützt, stattdessen die Täter. Bezüglich des "Kröten-Sagers" erklärten sich 19 (!) Kärntner RichterInnen für befangen und wollten die Angelegenheit nicht verhandeln. In Wien wird ein Mordversuch gegenüber einer Kenianerin so gut wie nicht geahndet. Diese Woche ist ein Kärntner Gericht über eine Geschworenenentscheidung drübergefahren. Freispruch für Flöttl. Wolfgang Schneider wurde wegen Tragens des "Uwe-geh-in-Häfn-T-Shirts" (Straftatbestand: "Entartete Meinungsäußerung") verurteilt usw., usw. Wie groß ist eigentlich der Einfluss bestimmter Interessensgruppen auf JusstudentInnen? Dieser Frage sollte man nachgehen!

Klaus Meindl, 21. März 2013: Solch ein Krimi wird sich um jede Strafvollzugsanstalt weltweit abspielen.


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