Was ist da unten in Kärnten eigentlich los?

"Regierungskriminalität hat das Land im Griff"

BENEDIKT NARODOSLAWSKY, FLORIAN KLENK, WOLFGANG ZWANDER | aus FALTER 31/12 | 4 Kommentare   

Darf man das sagen?

Ja, weil es erste Geständnisse gibt und die halbe Landesregierung mit einem Fuß im Kriminal steht. Der Kärntner ÖVP-Chef Josef Martinz ist vergangene Woche zurückgetreten. Und sein Steuerberater hat gestanden, dass er gemeinsam mit Landeshauptmann Jörg Haider sechs Millionen Euro von der Kärntner Landesholding abgezweigt hat. „Ich stand unter dem enormen Druck, die Parteifinanzen sanieren zu müssen“, sagte Martinz vor Gericht.

Aber das muss man doch bemerken, wenn so viel Geld verschwindet!

Haider und Martinz gingen ganz schön geschickt ans Werk. Angefangen hat alles vor fünf Jahren, als die Landesholding dringend Geld brauchte. Sie stand mit 550 Millionen Euro in der Kreide und verkaufte 25 Prozent der Hypo. 810 Millionen kassierte sie vor fünf Jahren dafür – und Haider und Martinz schnitten mit. Martinz bezeichnete den Deal bis vor wenigen Tagen noch als „das beste Geschäft für Kärnten“. Haider frohlockte: „Kärnten ist reich.“

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