Nimm Platz!

Die Ausstellung "Schauplatz Annenviertel!" dokumentiert ein Stadtgebiet im Umbruch. Der Falter hat Menschen getroffen, die dort um den öffentlichen Raum kämpfen

TIZ SCHAFFER | aus FALTER 07/12   

Auch wenn manche das Wort „Annenviertel“ heute mit einer gewissen Selbstverständlichkeit in den Mund nehmen, es existiert erst seit rund drei Jahren. Deshalb hat Anton Lederer vom Grazer Kunstverein nicht schlecht gestaunt, als ihm einmal ein Beamter der Stadtbaudirektion den Begriff erklären wollte. Hat ihn doch der ins Leben gerufen, als er 2009 sein Langzeitprojekt „Annenviertel – Die Kunst des
urbanen Handelns“ in Angriff genommen und seitdem immer wieder das Gebiet rund um das Grazer Sorgenkind Annenstraße mit Kunstaktionen und sozialen Interventionen bespielt hat. Die Ausstellung „Schauplatz Annenviertel!“ ist der vorläufige Höhepunkt bisheriger Bemühungen.

Wenn die Ausstellung diese Woche im Grazer Stadtmuseum eröffnet, wird man sehen können, wie Aktivisten, Künstler, Vereine und Initiativen dieser Gegend mit den dortigen Veränderungen im alltäglichen Leben umgehen, Eigenverantwortung übernehmen, Mitspracherecht einfordern oder auf die Herausforderungen einer starken Zuwanderung reagieren. Vor allem eines kann man lernen: Der öffentliche Raum gehört uns allen. Auch wenn es nicht leicht ist, mitunter auch von Scheitern geprägt sein kann – man muss ihn sich nur nehmen.

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.




Alle Artikel aus FALTER 07/12 finden Sie ab dem Erscheinungstag der Printausgabe im FALTER-Archiv.


ANZEIGE