Hey Sepp!

Vor vierzig Jahren kam die Rockmusik über die Steiermark. Oder: Wie aus Alabama am Ende doch nur „Fürstenfeld“ wurde

THOMAS WOLKINGER | aus FALTER 07/09 | 1 Kommentar   

Bist du narrisch! Das war eine Aufbruchsstimmung!“ Josef „Pepsch“ Jandrisits sitzt im winzigen Tonstudio seines Bauernhauses am Rande von Ilz und erinnert sich an den Sommer 1969. Und an das Woodstock-Festival, an dem damals Hunderttausende Zeugen davon wurden, wie die Hippie-Bewegung, die ihren Höhepunkt zwei Jahre zuvor im „Summer of Love“ in San Francisco gefeiert hatte, endgültig im Mainstream angekommen war. In der Steiermark spielten derlei Überlegungen damals keine Rolle. Von Woodstock hatte Jandrisits aus Zeitschriften erfahren, und hätte der Zwanzigjährige das Geld gehabt, er wäre von Ilz nach Bethel im Bundesstaat New York gereist, um Jimi Hendrix, Janis Joplin und Grateful Dead live zu sehen.

Zwei Jahre später hat es dann doch geklappt. Im Juni 1971 erlebte die Steiermark in Poppendorf, einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Bad Gleichenberg, ihr eigenes „Mini-Woodstock“. Drei Tage lang Rock, Drogen, Regen. Und Sex. Aber nur nachts, im Zelt, sagt Jandrisits, der mit seiner Band Music Machine damals auf der Bühne stand, Cream-Songs und „Hey Joe“ von Hendrix für die 3000 Besucher spielte und damit selbst ein Stück lokale Musikgeschichte schrieb.

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