„Provozieren ist politisch dumm“

Jörg Haider fordert Respekt für Muslime – und will nicht nur Minarette verbieten. Ein Gespräch über arabische Freunde, die Klagenfurter Kleiderpolizei und die Notwendigkeit, den Nahen Osten autoritär zu regieren.

FLORIAN KLENK, STEFAN APFL | aus FALTER 37/07   

Acht Jahre hat Haider nicht mehr mit dem Falter gesprochen. Jetzt will er auch einmal vergessen können und empfängt uns mopsfidel in seiner Klagenfurter Residenz. Im Vorzimmer hängen Fotos, auf denen der Landesfürst neben dem Dalai Lama und Libyens Muammar Gaddafi lächelt. Haider trägt enge Bluejeans, ein rosa Hemd, ein weißes Jacket und Sneakers. Er lächelt, er hat es sich fein eingerichtet hier in Kärnten. Der Landeshauptmann hat auch allen Grund dazu: Die Kärntner SPÖ zerfleischt sich selbst (siehe Seite 10). Und Europas Rechte hat ein neues Reizthema für sich entdeckt, sie treibt nun den Islam vor sich her.

Falter: Herr Haider, Sie sind in der arabischen Welt bekannt. Sie schüttelten Saddam die Hand, Gaddafis Sohn ist Ihr Freund, Sie wollen den EU-Beitritt der Türkei. In El Dschasira forderten Sie, Muslimen Respekt zu erweisen. Nun wollen Sie Minarette und Kopftücher verbieten. Wie passt das alles zusammen?

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