„Dreck reinigt den Magen“

Sarah Wiener kocht mit Schmäh. Mit Restaurants, Cateringunternehmen und Fernsehauftritten ist die Wienerin in Deutschland eine Berühmtheit geworden. Im Interview spricht sie übers Scheitern und lebenslanges Lernen auf dem Weg zum Erfolg. Und ein bisschen auch übers Kochen.

STADTLEBEN | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 37/07   

“Kocham cie” ist polnisch, klingt irgendwie nach “Kochen”, heißt aber “Ich liebe dich”. “Kocham cie” ruft ein Straßenkehrer, offenbar Pole, als er Sarah Wiener sieht. Sie plaudert mit dem Mann in Orange über polnische Würste, dass man die wirklich guten in Wien so schwer bekommt. Und dann lacht sie ihr herzhaftes Lachen. Vielmehr lacht es aus ihr heraus. Sarah Wiener darf das. Ihr Lachen wirkt echt – wenn auch oft etwas unvermittelt. Außerdem ist sie die berühmteste Köchin im deutschen Fernsehen, da darf man sowieso alles. Regelmäßig lädt Johannes B. Kerner die 45-Jährige in seine ZDF-Show ein, wo sie den eitlen Chefkochhaufen mit ihrer direkten Art aufmischt. Das Erste wiederholt gerade die Dokuserie “Abenteuer 1900”, in der die Wienerin als “Mamsell” ein Gutshaus in Mecklenburg-Vorpommern bewirtschaftet wie vor hundert Jahren. Und Anfang Oktober zeigt Arte neue Folgen der “kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener”, die sie in der französischen Provinz übersteht. Gerade ist im Knaur Verlag “Das große Sarah Wiener Kochbuch” erschienen – mit 200 Rezepten und der Aufforderung, Qualität und Frische auf die Teller zu bringen. Das Fernsehen, Hobbyköche, polnische Straßenkehrer: Alle lieben Sarah Wiener. Die Schulabbrecherin und ehemalige Sozialhilfeempfängerin betreibt in Berlin erfolgreich ein Event- und ein Film-Catering-Unternehmen sowie drei Lokale. Als Tochter des

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