„Nicht in die hohle Hand geschissen“

Mitten im Sommer beginnt der Bücherherbst und damit der beinharte Kampf um die Leser. Michael Krüger, Leiter des Hanser Verlags, gibt Auskunft über den unberechenbaren Markt, überforderte Buchhändler und verunsicherte Verleger.

KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 32/07   

Der in München ansässige Hanser Verlag ist einer der renommiertesten und erfolgreichsten Literaturverlage des deutschen Sprachraums. Das lässt sich schon anhand der bedeutenden Preise nachweisen, die Hanser-Autoren mit schöner Regelmäßigkeit ausfassen: 2005 erhielt der Österreicher Arno Geiger für seinen Roman “Es geht uns gut” den erstmals vergebenen Deutschen Buchpreis, 2006 ging der Preis der Leipziger Literaturmesse an Ilja Trojanow und der Literaturnobelpreis an Orhan Pamuk, und der Büchner-Preis 2007 wurde Martin Mosebach zugesprochen. Daneben zählen Autoren wie Martin Amis, T.C. Boyle, Umberto Eco, Peter Høeg, Milan Kundera, Herta Müller, Harry Mulisch, Philip Roth, Ljudmila Ulitzkaja oder Kurt Vonnegut zu den internationalen Stars des Hauses, unter den bekanntesten deutschen Autoren befinden sich Leute wie Wilhelm Genazino, Ludwig Harig, Pascal Mercier (Pseudonym von Peter Bieri), W.G. Sebald, Botho Strauss oder Wolf Wondratschek.
Geleitet wird der mittelständische Verlag, der – mittlerweile eine Ausnahme – keinem Verlags- oder Medienkonzern angehört, von Michael Krüger, 63, der seit fast vier Jahrzehnten bei Hanser arbeitet und sich auch als Dichter und Schriftsteller einen Namen gemacht hat und mittlerweile als der letzte große Verleger der deutschen Verlagslandschaft gelten darf. Tochterverlage von Hanser sind die österreichischen Häuser Deuticke und Zsolnay sowie Nagel & Kimche und Sanssouci.

Falter: Sollte sich der Hanser Verlag jetzt nicht mal wieder um die deutsche Literatur kümmern? Er verösterreichert sonst noch vollends.

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