Durchwursteln, lebenslang

Wurstelpraterunternehmer lassen sich nicht gern dreinreden – schon gar nicht von der Stadtregierung. Doch wer sind die Menschen, die sich in Wien ums familientaugliche Amüsement kümmern, wirklich?

MARTINA STEMMER, WOLFGANG PATERNO | aus FALTER 32/07   

In der Schlumpf-City ist die Welt noch in Ordnung. Da tuckert die alte Eisenbahn gemächlich durch die gepflegte Landschaft, vorbei an Miniatur-Einfamilienhäusern und symmetrisch gestutztem Buschwerk. Eltern stehen am schmiedeeisernen Zaun und winken ihrem vorbeifahrenden Nachwuchs zu. Seit Jahrzehnten dasselbe Bild. Die Vorschläge eines gewissen Emmanuel Mongon, der im Auftrag der Stadtregierung eine ganze Reihe von Modernisierungsmaßnahmen für den Wurstelprater erarbeitet hat, interessieren im Reich der Schlümpfe niemanden. Der alte Zug dreht unbeirrt seine Runden – und solange es Wiener gibt, die mit ihren Kindern herkommen, wird das wohl auch so bleiben. Daran, dass die Zeit im hinteren Teil des Wurstelpraters nicht völlig stillsteht, erinnert nur der Toboggan. Denn an der alten Rutschbahn sind die letzten Jahre nicht spurlos vorbeigegangen. Ende der Neunziger ist hier das letzte Kind hinuntergerutscht, seit damals verfällt der Turm zusehends. Der indianische Name bedeutet so viel wie „leichter Schneeschlitten ohne Kufen“ und passt eigentlich gar nicht zu diesem 25 Meter hohen Holzgestell. Gabriele Lindengrün und Sammy Konkolits wollen den denkmalgeschützten Toboggan wiederbeleben. Momentan suchen die beiden noch nach Sponsoren, eine Werkstatt, in der der Turm originalgetreu restauriert werden soll, haben sie schon aufgetrieben. Wenn alles glattgeht, kann man sich zu Beginn der Euro 2008 im Toboggan wieder per Förderband in die Turmmitte transportieren lassen, um von

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