Stirb, Schnecke!

Radfahrer sind die besseren Menschen – trotzdem legt man ihnen in Graz nur Hindernisse in den Weg.

ANDREAS BARTH, MATTHIAS REVERS | aus FALTER 16/07   

Im Augarten wird die letzte Grazer Radschnecke zur Strecke gebracht: Als alltäglicher Geschicklichkeitstest ist die s-förmige Rampe, die Radfahrer von der Augartenbrücke in den Park führt, so manchem Bike-Enthusiasten ans Herz gewachsen. Linienführung, Einfahrtsgeschwindigkeit, Neigungswinkel – jahrzehntelang konnte man an diesem Kriterium seine Fertigkeiten erproben. Nun muss die Serpentine endlich einer schnurgeraden Auffahrt weichen.

Für regelmäßigen Nachschub an Hindernissen ist jedoch gesorgt. Die Grazer Radlobby ARGUS dokumentiert seit beinahe drei Jahrzehnten Baustellen ohne Umleitung, Blockaden neuralgischer Radachsen, die zum Absteigen oder Ausweichen auf dichtbefahrene Straßen nötigen, und dergleichen mehr. Aktuelle Beispiele: Neubaugasse oder Mariahilferstraße. Bis das Haus der Architektur fertiggestellt ist, muss hier geschoben werden. „Das Grazer Radwegenetz besteht aus Fragmenten. Die müsste man endlich miteinander verknüpfen“, meint Ben Hemmens von ARGUS.

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