Nah am Leben

Derflinger hat sich mit aufrüttelnden Dokumentarfilmen einen Namen gemacht. Die Diagonale zeigt ihren neuen Spielfilm „42 plus“.

SABINE PERTHOLD | aus FALTER 11/07   

Sabine Derflingers neuester Spielfilm „42 plus“ ist ein modernes Drama über Menschen, die in der Mitte ihres Lebens entdecken, dass sie sich in einem veritablen Dilemma befinden. Just im Urlaub am Meer drängt sich der Protagonistin, einer attraktiven und beruflich erfolgreichen Medienfrau, die Frage nach dem Sinn des Lebens auf. „Dabei wird klar“, so Derflinger, „dass für Männer die Liebe ein Spiel und für Frauen das Spiel eine Liebesangelegenheit ist“.

Beim Schreiben hat Derflinger gern ein Vis-à-vis, weil sie Filmemachen als „dialogischen Schöpfungsprozess“ begreift. Für „42 plus“ hat sie sich den dänischen Drehbuchautor Mogens Rukov aus der Dogma-Gruppe als Co-Autor ausgewählt. Sie hat ihm das Treatment geschickt, wodurch sich ein reger Austausch entspann: Sie schrieb und blieb nah an ihrem Stoff, ihr männlicher Widerpart gab Feedback und wahrte die Distanz. Drehbuchschreiben als befruchtendes Teamwork? „Wenn die Zusammenarbeit funktioniert, sitzen die Autoren in einem Boot. Da entsteht dann ein gemeinsames Universum.“ Es folgten Arbeitstreffen in Kopenhagen, Wien, Berlin und Graz, in denen nach sorgfältiger Abwägung Szenen ausgeschrieben wurden. Nach einem Vorschlag des Routiniers Rukov verlegte Derflinger die Geschichte an einen fremden Ort, Ischia. Mit der Folge, dass vom Wienteil nur mehr die Anfangsszene übrig blieb.

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